ERGEBNISSE DER 7. FOOD UMFRAGE

23. Oktober 2018

Als Koordinator des FOOD-Programms (Fighting Obesity through Offer and Demand) befragte Edenred 2018 25.000 Arbeitnehmer und 1.400 Restaurantbesitzer in 8 europäischen Ländern (Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Slowakei, Spanien und Tschechische Republik) zum Thema Essen im Arbeitsalltag. Die siebente FOOD-Umfrage deckte eine Reihe von Trends auf: einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach gesunden und ausgewogenen Mahlzeiten, die zunehmende Bedeutung, die Unternehmen bei der Verbesserung des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter spielen könnten und das Interesse, sich durch Technologie bei gesunder Ernährung unterstützen zu lassen.

Die Mittagspause ist weiterhin die Norm, trotz einiger Unterschiede zwischen den Ländern
Laut der FOOD-Umfrage nehmen sich fast 75% der Europäer täglich Zeit für eine Mittagspause, unter den österreichischen Arbeitnehmern sind es 54%.

64% der Österreicher verbringen ihre Pause am Arbeitsplatz, 26% essen in einem Restaurant. Im Vergleich: 39% der italienischen und 34% der slowakischen Arbeitnehmer essen auswärts, um eine gesunde, frisch gekochte Mahlzeit zu sich zu nehmen.

Bei der Wahl des Lokals sind Nähe und gesunde Ernährung die wichtigsten Faktoren unter den Befragten in Österreich. Im Gegensatz zum europäischen Durchschnitt spielt der Preis hier keine große Rolle.

Für 43% der österreichischen Arbeitnehmer besteht das Mittagessen üblicherweise aus einer Speise oder einem Menü, gefolgt von selbst zubereiteten Mahlzeiten und Sandwiches (jeweils 16%).
 

Trend zur gesunden Ernährung gewinnt in ganz Europa an Boden
Eine der wichtigsten Veränderungen seit Einführung der FOOD Umfrage ist, dass sich die Menschen stärker bewusst sind, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist und zwar selbst in der Arbeitszeit. 
2013 entschieden sich nur 28% der Europäer für ein bestimmtes Restaurant aufgrund einer gesunden Speisekarte. Heute achten 43% auf eine gesunde Ernährung (+15%). In Österreich ist dieses Kriterium sogar noch wichtiger: insgesamt gaben 88% der Teilnehmer an, eine gesunde Auswahl sei ihnen bei der Lokal-Auswahl sehr wichtig (49%) bzw. wichtig (39%).
 

Der Einfluss neuer Technologien
Können neue Technologien uns dabei helfen, gesünder zu essen? Für 51% der europäischen Arbeitnehmer lautet die Antwort „Ja“. Sie sind davon überzeugt, dass neue Technologien dabei unterstützen können, sich ausgewogener zu ernähren. Die Österreicher hier sind mit 38% etwas zurückhaltender. 

Bei der Wahl der neuen Technologien wünschen sich 41% der Franzosen eine mobile App, die ihnen dabei hilft, die Qualität ihrer Ernährung zu steigern. 51% der österreichischen Befragten würden eine solche App begrüßen, in Spanien lag diese Zahl sogar bei 62%.
 

Zunehmend wichtigere Rolle von Unternehmen
Der Wunsch, sich gesünder zu ernähren, geht mit einem anderen Trend einher: Arbeitnehmer wünschen sich einen Beitrag vom Arbeitgeber zu ihrem Wohlbefinden. So würden z.B. 72% der europäischen Arbeitnehmer (+43% seit 2016) die Bereitstellung von Obstkörben begrüßen (83% der Österreicher).

33% der Mitarbeiter möchten Zugriff auf ein Netzwerk an Restaurants, die eine ausgewogene Speisekarte anbieten – dieser Wunsch beträgt sogar 63% in Österreich.
 

Und die Restaurants?
Restaurants fallen diese neuen Trends naturgemäß zuerst auf. Im europäischen Durchschnitt, auch in Österreich, verzeichneten Restaurantbesitzer eine im Vergleich zu 2017 gestiegene Nachfrage nach ausgewogenen Gerichten um rund 27%. In Spanien liegt diese Zahl sogar bei 69%.

Um mit dieser neuen Nachfrage Schritt halten zu können, setzen Restaurantbesitzer auf mehr Information, stellen Schulungen bereit und passen ihre Speisekarten an. 37% der österreichischen Gastronomen sehen Bedarf, sich selbst bessere Kenntnisse zum Thema ausgewogene Ernährung anzueignen – in Frankreich sind es 55%.

54% der österreichischen Restaurantbesitzer sind überzeugt, dass ihre Kunden gesunde, ausgewogene Speisen in einem Restaurant erwarten. 51% sind der Meinung, dass die Gäste ein solches Angebot auch erkennen und schätzen würden.

Angesichts des Aufkommens neuer Technologien stimmen 41% der europäischen Restaurantbesitzer zu, dass ihnen diese bei der Zubereitung neuer, gesunder Gerichte helfen könnten. Dieser Ansicht stimmen nur 27% der Gastronomen in der Tschechischen Republik zu, in Portugal hingegen 66 % und in Österreich 40%.

„Wir alle sind sehr am Thema Gesundheit interessiert und Essen ist hier eine der wichtigsten Säulen. Es ist interessant, zu beobachten, wie sehr sich MitarbeiterInnen dieses grundlegenden Aspekts des Wohlbefindens tatsächlich bewusst sind. Restaurantbesitzer erfüllen zunehmend die hohe Nachfrage der Gäste, für die bei der Wahl des richtigen Lokals fürs Mittagsessen häufig die Ernährungsqualität ausschlaggebend ist. Die Mittagspause ist nicht mehr nur eine Unterbrechung des Arbeitstages; sie ist eine Gelegenheit, sich ein schmackhaftes, ausgewogenes und belebendes Gericht zu gönnen“, bestätigt Ernährungsexpertin Sylvie Dejardin.