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CSR

Lebensmittel-Verschwendung - Die Folgen fürs Klima

| 5 Minuten Lesezeit

Inhalte

1. Lebensmittelverschwendung und der Klimawandel
2. Klimabilanz von Lebensmittelverschwendung​​​​​​
     2.1 Hoher Energie- und Wasserverbrauch durch Lebensmittelproduktion
     2.2 Doppelte Treibhausgasemissionen
3. Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung
    3.1 Optimierung der Lieferketten
    3.2 Veränderung von Verbrauchergewohnheiten
4. Fazit: Lebensmittelverschwendung als Klimakiller
    4.1 Handeln für eine nachhaltige Zukunft

Lebensmittelverschwendung ist nicht nur eine ethische Frage, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt. Übermäßige Ressourcennutzung, zusätzliche Emissionen sowie andere Faktoren sorgen dafür, dass Lebensmittelverschwendung zum Klimawandel beiträgt. Aber welche Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung können ergriffen werden, um diesem bedenklichen Trend entgegenzuwirken? Wir haben die Antworten!

1. Lebensmittelverschwendung und der Klimawandel

Lebensmittelverschwendung hat Folgen für das Klima. Denn: Über alle Phasen der Lebensmittelproduktion und -versorgung landen Lebensmittel im Müll. Auf dem Weg vom Acker bis auf unsere Teller wird bereits ein beträchtlicher Teil der Produkte entsorgt. Statistiken zeigen, dass weltweit etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verschwendet wird. Diese riesige Menge trägt nicht nur zu Hunger und Armut bei, sondern hat auch schwerwiegende Auswirkungen auf das Klima. Das bedeutet: Lebensmittelverschwendung wirkt sich auf alle drei Säulen der Nachhaltigkeit negativ aus.

2. Klimabilanz von Lebensmittelverschwendung

Die Produktion von Lebensmitteln erfordert enorme Ressourcen wie Wasser, Energie und Land. Wenn Lebensmittel im Müll landen, werden nicht nur Ressourcen verschwendet, sondern auch zusätzliche Treibhausgasemissionen produziert. Gründe für Lebensmittelverschwendung sind vor allem:

  • Überproduktion
  • Falsche Lagerung
  • Fehlende Verwertung

Um Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung umzusetzen sind also nicht nur Konsument:innen, sondern vor allem auch Industrie, Handel und Politik gefragt.

Gewusst? Edenred setzt sich als Koordinator des europäischen FOOD Programms aktiv gegen Lebensmittelverschwendung ein und informiert Restaurants und Konsument:innen über das Thema.

2.1. Hoher Energie- und Wasserverbrauch durch Lebensmittelproduktion 

Wie hängen Lebensmittelverschwendung und Klimawandel zusammen? Ressourcen! Die Herstellung von Lebensmitteln erfordert große Mengen an Energie und Wasser. Werden Lebensmittel verschwenden, sind auch Ressourcen umsonst verbraucht worden. Durch die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung könnte nicht nur der CO2-Ausstoß gesenkt, sondern auch der Druck auf knappe Ressourcen wie Wasser verringert werden.

2.2 Doppelte Treibhausgasemissionen

Vor allem Treibhausgasemissionen durch Lebensmittelverschwendung haben Folgen für den Klimawandel. Nicht nur durch die ressourcenintensive Herstellung von Lebensmitteln werden Emissionen produziert – auch beim Verfall entstehen Treibhausgase, die den Effekt weiter anheizen.

Der Verrottungsprozess von organischen Abfällen in Deponien führt zur Freisetzung von Methan, einem besonders schädlichen Treibhausgas, das rund 25-mal wirksamer bei der Erzeugung von Treibhauseffekten ist als Kohlendioxid.

3. Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

Die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung ist entscheidend. Uns muss bewusst sein, dass Lebensmittelverschwendung ein großes Problem unserer Gesellschaft darstellt und jede:r Einzelne dazu beitragen kann, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Denn die Zahlen für Lebensmittelverschwendung durch österreichische Haushalte sind erschreckend: Bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen und original verpackten Lebensmitteln werden entsorgt, obwohl diese bei rechtzeitigem Konsum genießbar gewesen wären.

3.1 Optimierung der Lieferketten

Die Verbesserung der Effizienz in den Lieferketten kann dazu beitragen, Überproduktion und Lebensmittelverschwendung zu minimieren. Technologische Lösungen können dabei helfen, dass Lebensmittel den Verbraucher erreichen, bevor sie verderben – dazu zählen etwa intelligente Lagerhaltungssysteme und präzisere Prognosen. Restaurantbetriebe sind hier ebenso aufgefordert zu handeln, wie Supermärkte und Produktionsbetriebe.

3.2 Veränderung von Verbrauchergewohnheiten

Auch ein Umdenken bei Verbrauchergewohnheiten im Umgang mit Lebensmitteln ist entscheidend. Konsument:innen können durch nachhaltiges Einkaufen, dem Verständnis von Verfallsdaten und der Nutzung von Resten einen wertvollen Beitrag leisten – und gleichzeitig Geld sparen. Die Wertschätzung von Lebensmitteln ist dabei ein Schlüsselfaktor.

Ein Beispiel:

Wenn wir im Supermarkt zu einer Avocado greifen, müssen wir verstehen, welche Reise dieses Lebensmittel hinter sich hat: Produktion auf einer Plantage in meist fernen Länden für die womöglich Regenwald abgeholzt wurde. Der Einsatz von Arbeitsgeräten, Düngemittel, Verpackungsmaterialien und langen Transportwege bis nach Europa erzeugen etwa einen bestimmten CO2-Fußabdruck.

Es ist klar, dass wir in unserer globalisierten Welt nicht ausschließlich regionale und saisonale Produkte verwenden können oder wollen. Wichtig ist jedoch ein bewusster Konsum und vor allem die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Wird die oben genannte Avocado nicht gegessen, weil sie zu lange in der Küche liegt und braune Stellen hat, sind alle für Produktion, Transport und Lagerung eingesetzten Ressourcen vergeudet.

Lesetipp: 16 Tipps gegen Lebensmittel-Verschwendung im Alltag

4. Fazit: Lebensmittelverschwendung als Klimakiller

Die Verbindung zwischen Lebensmittelverschwendung und Klimawandel ist unbestreitbar. Die enormen Ressourcen, die in die Produktion von Lebensmitteln investiert werden, dürfen nicht durch nachlässige Handhabung und Verschwendung verloren gehen.

Jede:r von uns trägt die Verantwortung, einen Beitrag zu leisten. Sei es durch bewusstes Einkaufen, den Einsatz von Technologien in der Lebensmittelindustrie oder die Förderung von Bildung und Bewusstsein.

4.1 Handeln für eine nachhaltige Zukunft

Um den Klimawandel einzudämmen, müssen wir Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung ergreifen und es auch als dringendes Umweltproblem anerkennen. Die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung ist nicht nur ein Beitrag zur Armutsbekämpfung, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Zukunft – sowohl in privaten Haushalten als auch in Unternehmen durch Corporate Social Responsibility.