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Job Sharing: So funktioniert die Arbeitsplatzteilung

Flexible Arbeitszeiten werden für viele Mitarbeiter:innen immer wichtiger. Gleichzeitig möchten Unternehmen Aufgaben und Verantwortung zuverlässig abdecken. Job Sharing kann beide Interessen miteinander verbinden. Doch wie funktioniert das Arbeitsmodell, welche Formen gibt es und für welche Stellen eignet sich die Arbeitsplatzteilung?

Das Wichtigste im Überblick

  • Job Sharing bedeutet Arbeitsplatzteilung: Zwei oder mehr Personen teilen sich eine Stelle und verteilen Arbeitszeit, Aufgaben und Verantwortung je nach Modell unterschiedlich.
  • Die Ausgestaltung kann stark variieren: Beim Job Splitting sind Aufgaben klar getrennt, beim Job Pairing wird die Verantwortung gemeinsam getragen. Daneben gibt es spezielle Tandemformen etwa für Führung oder Nachfolge.
  • Nicht jede Stelle eignet sich: Aufgaben, Zuständigkeiten, Übergaben und Entscheidungswege müssen sich sinnvoll organisieren lassen.
  • In Österreich gibt es keine eigene gesetzliche Regelung für Job Sharing: Die Beteiligten haben in der Praxis meist jeweils einen eigenen Teilzeitvertrag.

Was ist Job Sharing?

Job Sharing – auf Deutsch Arbeitsplatzteilung – ist ein Arbeitsmodell, bei dem sich zwei oder mehr Personen eine Stelle teilen. Wie Arbeitszeit, Aufgaben und Verantwortung verteilt werden, hängt vom jeweiligen Modell ab. Während manche Job-Sharing-Partner:innen weitgehend unabhängig voneinander arbeiten, stimmen sich andere eng ab und treffen Entscheidungen gemeinsam.

Was ist der Unterschied zwischen Job Sharing und Teilzeit?

Job Sharing wird häufig über Teilzeitverträge umgesetzt, ist aber nicht mit klassischer Teilzeit gleichzusetzen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, wie die Position organisiert wird:

  • Beim Job Sharing teilen sich zwei oder mehr Personen eine Position und verteilen Aufgaben bzw. Verantwortung untereinander.
  • Bei klassischer Teilzeit arbeitet eine Person weniger als die betriebliche Normalarbeitszeit und verantwortet ihre eigene Position.

Beim Job Sharing steht somit nicht nur die reduzierte Arbeitszeit, sondern die gemeinsame Besetzung einer Stelle im Mittelpunkt.

Gut zu wissen: 
Job Sharing wird zwar häufig über Teilzeitverträge umgesetzt, der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der gemeinsamen Besetzung einer Position.


Die wichtigsten Formen

Job Sharing kann unterschiedlich ausgestaltet werden. Entscheidend ist zunächst, wie Aufgaben und Verantwortung innerhalb einer geteilten Stelle verteilt werden. Darüber hinaus gibt es besondere Tandemformen, die Job Sharing beispielsweise für Führung, Nachfolge oder fachübergreifende Zusammenarbeit nutzen.

Grundformen des Job Sharings

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Besondere Formen von Job-Sharing-Tandems

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Vor- und Nachteile 

Ob Arbeitsplatzteilung einen Mehrwert schafft, hängt stark von der jeweiligen Position und ihrer Umsetzung ab.

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Für welche Stellen eignet sich Job Sharing?

Nicht jede Position lässt sich sinnvoll auf mehrere Personen verteilen. Bevor Unternehmen nach passenden Job-Sharing-Partner:innen suchen, sollten sie deshalb zunächst die Stelle selbst prüfen:

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Ist die Position grundsätzlich geeignet, kommt es auf das Tandem an. Verlässlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft sind ebenso wichtig wie fachliche Kompetenz. Unternehmen sollten zudem klare Rollen, gemeinsame Informationswege und definierte Übergabeprozesse schaffen. Klare Unternehmenswerte können dabei Orientierung für die Zusammenarbeit und gemeinsame Entscheidungen geben.


Job Sharing in Österreich: Was gilt rechtlich?

Job Sharing ist in Österreich nicht ausdrücklich als eigenes Arbeitsmodell gesetzlich geregelt. In der Praxis haben die beteiligten Arbeitnehmer:innen meist jeweils einen eigenen Teilzeitvertrag. Arbeitszeit, Lage der Arbeitszeit und Aufgaben sollten individuell und klar vereinbart werden. Maßgeblich bleiben die geltenden arbeitsrechtlichen Vorschriften und Kollektivverträge. Auch das Gehalt beim Job Sharing richtet sich grundsätzlich nach der individuell vereinbarten Arbeitszeit. 


Worauf es bei der Umsetzung ankommt

Ob Job Sharing zum Unternehmen passt, entscheidet sich nicht allein an der gewünschten Arbeitszeit. Entscheidend ist vielmehr, welches Modell zu den Aufgaben der Position passt und ob die beteiligten Mitarbeiter:innen gut zusammenarbeiten können. Wird das bereits bei der Gestaltung der Stelle berücksichtigt, kann Arbeitsplatzteilung eine interessante Ergänzung zu bestehenden flexiblen Arbeitsmodellen sein.


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