Mitarbeiterbindung

eNPS: Employee Net Promoter Score einfach erklärt

Mitarbeiterzufriedenheit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen. Der Employee Net Promoter Score (eNPS) hilft dabei, die Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen mit einer einfachen Kennzahl messbar zu machen. Richtig eingesetzt liefert der eNPS wertvolle Hinweise für HR, Führungskräfte und Employer Branding. In diesem Artikel erfahren Sie, wie der eNPS funktioniert, berechnet wird und wie Unternehmen die Ergebnisse sinnvoll einordnen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Employee Net Promoter Score (eNPS) misst die Bereitschaft von Mitarbeiter:innen, ihr Unternehmen weiterzuempfehlen.
  • Ein guter eNPS Benchmark dient lediglich als Orientierung – entscheidend ist die Entwicklung des eigenen Scores über die Zeit.
  • Erst die Kombination aus eNPS, qualitativen Feedbackfragen und weiteren HR-Kennzahlen ermöglicht fundierte Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Was ist der Employee Net Promoter Score (eNPS)?

Der Employee Net Promoter Score (eNPS) ist eine Kennzahl, mit der Unternehmen die Zufriedenheit und Loyalität ihrer Mitarbeiter:innen messen. Grundlage ist folgende Frage:

„Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen?“

Die Antwort erfolgt auf einer Skala von 0 bis 10. Aus den Ergebnissen wird anschließend der eNPS berechnet. 

Die Kennzahl zeigt, wie positiv oder kritisch Mitarbeiter:innen ihr Unternehmen wahrnehmen und kann dabei helfen, Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar zu machen. Besonders in Kombination mit weiteren HR-Kennzahlen unterstützt der eNPS dabei, Handlungsfelder frühzeitig zu erkennen und die Arbeitgeberattraktivität gezielt weiterzuentwickeln.

Unterschied zwischen NPS und eNPS

Der Unterschied liegt vor allem darin, wer die Bewertung abgibt:

Um die Karte anzuzeigen, ist das Einbinden von Services der Google Maps API erforderlich.

Mit "Weiter" stimme ich den Datenschutzbestimmungen zu.

Mehr zum Aufbau einer starken Arbeitgebermarke erfahren Sie im Beitrag Employer Branding.


Wie wird der eNPS berechnet?

Je nachdem, wie Mitarbeiter:innen die Frage „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen?“ auf einer 0-10 Skala (10 = sehr wahrscheinlich, 0 = unwahrscheinlich) beantworten, werden sie einer von drei Kategorien zugeordnet:

Die eNPS-Skala

Um die Karte anzuzeigen, ist das Einbinden von Services der Google Maps API erforderlich.

Mit "Weiter" stimme ich den Datenschutzbestimmungen zu.

Beim eNPS werden Mitarbeiter:innen anhand ihrer Bewertung in drei Gruppen eingeteilt: Detraktoren vergeben 0 bis 6 Punkte, Passive 7 bis 8 Punkte und Promotoren 9 bis 10 Punkte. Während Detraktoren eher kritisch eingestellt sind, gelten Passive als grundsätzlich zufrieden. Promotoren sind besonders zufrieden und würden ihre:n Arbeitgeber:in mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterempfehlen. 

Formel einfach erklärt

Für die Berechnung des Employee Net Promoter Score werden ausschließlich die Anteile der Promotoren und Detraktoren berücksichtigt.

Formel:

eNPS = % Promotoren − % Detraktoren

Der eNPS Score kann Werte zwischen −100 und +100 annehmen:

  • +100: Alle Mitarbeiter:innen sind Promotoren.
  • 0:  Der Anteil der Promotoren und Detraktoren ist gleich hoch.
  • −100: Alle Mitarbeiter:innen sind Detraktoren.

100 Mitarbeiter:innen nehmen an einer eNPS-Befragung teil.

Promotoren: 52

Passive: 30

Detraktoren: 18

Berechnung

52 % Promotoren

− 18 % Detraktoren

eNPS 34

 


Was ist ein guter eNPS?

Ein guter eNPS lässt sich nicht pauschal festlegen. Unternehmensgröße, Branche oder Unternehmenskultur beeinflussen das Ergebnis ebenso wie der Zeitpunkt der Befragung. Ein eNPS Benchmark kann daher nur als Orientierung dienen.

eNPS Score unter 0: Verbesserungsbedarf

eNPS Score 0 bis 20: Solider Wert

eNPS Score 20 bis 50: Guter Wert

eNPS Score über 50: Sehr guter Wert

 


Warum der eNPS allein nicht ausreicht

Der eNPS zeigt, wie Mitarbeiter:innen ihr Unternehmen bewerten – nicht aber warum. Deshalb sollte die Kennzahl nie isoliert betrachtet werden.

Ein Beispiel:

Unternehmen A:
50 Promotoren
0 Passive 
50 Detraktoren

eNPS = 0

Unternehmen B:
0 Promotoren
100 Passive 
0 Detraktoren

eNPS = 0

Obwohl beide Unternehmen denselben eNPS erzielen, unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich. Während Unternehmen A stark gegensätzliche Rückmeldungen erhält, bewerten die Mitarbeiter:innen von Unternehmen B ihren Arbeitgeber überwiegend neutral. Der gleiche Score kann daher auf völlig unterschiedliche Situationen hinweisen.


So nutzen Unternehmen den eNPS sinnvoll

Der eNPS entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn Unternehmen die Ergebnisse systematisch auswerten und daraus konkrete Maßnahmen ableiten. Folgende Punkte haben sich in der Praxis bewährt:

Ergänzen Sie die eNPS-Frage um eine offene Anschlussfrage wie Warum haben Sie diese Bewertung vergeben?. Erst qualitative Antworten zeigen, welche Themen Mitarbeiter:innen tatsächlich beschäftigen.

Erheben Sie den eNPS in festen Abständen – beispielsweise quartalsweise oder halbjährlich. So erkennen Sie Entwicklungen und können den Erfolg umgesetzter Maßnahmen nachvollziehen.

Konzentrieren Sie sich auf Themen, die sich im Feedback wiederholen. Häufig genannte Aspekte wie Kommunikation, Führung oder Entwicklungsmöglichkeiten bieten meist den größten Handlungsbedarf.

Werten Sie den eNPS nach Standorten, Abteilungen oder Teams aus – allerdings nur bei ausreichend großen Gruppen, damit die Anonymität der Mitarbeiter:innen gewahrt bleibt.

Mehr dazu, wie Unternehmen Personaldaten systematisch analysieren und für fundierte Entscheidungen nutzen, erfahren Sie in unserem Beitrag zum Personalcontrolling.

Praxistipp von Edenred:  Auch bei Edenred werden in regelmäßigen Abständen Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, um das aktuelle Stimmungsbild und Entwicklungen in verschiedenen Bereichen zu erfassen. Dabei wird mitunter auch der eNPS erhoben. Zeigt sich bei einem Thema konkreter Handlungsbedarf, wird dieses beispielsweise in Workshops mit kleineren Gruppen vertieft. Mitarbeiter:innen können dort ihre Perspektiven und Ideen aktiv einbringen und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Ob die daraus abgeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigen, wird in der nächsten Befragung erneut überprüft.


Mitarbeiterfeedback in konkrete Maßnahmen verwandeln

Der eNPS zeigt, wie Ihre Mitarbeiter:innen Ihr Unternehmen als Arbeitgeber wahrnehmen. Entscheidend ist jedoch, welche Maßnahmen Sie aus den Ergebnissen ableiten. Steuerlich begünstigte Mitarbeiterbenefits können ein sinnvoller Baustein sein, um Wertschätzung im Arbeitsalltag sichtbar zu machen und die Arbeitgeberattraktivität langfristig zu stärken.

Entdecken Sie die Mitarbeiterbenefits von Edenred und finden Sie die richtige Lösung für Ihr Unternehmen.

Edenred Benefits entdecken

FAQs

Idealerweise ja. Anonyme Befragungen fördern ehrliches Feedback und erhöhen die Aussagekraft der Ergebnisse. Werden eNPS-Werte nach Teams oder Standorten ausgewertet, sollten die Gruppen ausreichend groß sein, damit keine Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter:innen möglich sind.

Der eNPS wird unter anderem von Faktoren wie Führung, Unternehmenskultur, Kommunikation, Entwicklungsmöglichkeiten oder Wertschätzung beeinflusst. Um die Ursachen eines niedrigen Scores zu verstehen, sollten Unternehmen qualitative Feedbackfragen und Mitarbeitergespräche ergänzend einsetzen.

Ja, ein eNPS von über 50 gilt in vielen Branchen als sehr guter Wert und spricht für eine hohe Weiterempfehlungsbereitschaft der Mitarbeiter:innen. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Höhe des Scores, sondern auch seine Entwicklung über die Zeit. Steigt der eNPS kontinuierlich, ist das ein positives Zeichen für Mitarbeiterzufriedenheit.

Um die Karte anzuzeigen, ist das Einbinden von Services der Google Maps API erforderlich.

Mit "Weiter" stimme ich den Datenschutzbestimmungen zu.

Die zur Verfügung gestellten Informationen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Bitte wenden Sie sich hierfür an die entsprechenden Expert:innen.