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Gehaltsgespräch richtig führen als Arbeitgeber

Das Gehaltsgespräch ist nie eine wirklich angenehme Situation. Auch für viele Arbeitgeber:innen ist das eine Stresssituation. Aber genau darin steckt auch eine große Chance: Wer Gehaltsgespräche souverän und transparent führt, baut Vertrauen auf, steigert die Zufriedenheit im Team und stärkt die Loyalität der Mitarbeiter:innen. Und dafür müssen Sie nicht unbedingt zu allen Forderungen „Ja“ und „Amen“ sagen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich richtig vorbereiten und das Gehaltsgespräch als Arbeitgeber:in richtig führen.
Gehaltsgespräch – die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete
Um ein Gehaltsgespräch erfolgreich zu führen, bedarf es vor allem der richtigen Vorbereitung – das gilt für Arbeitgeber:innen wie für Arbeitnehmer:innen. Nachdem Sie den Rahmen für ein solches Gespräch gesetzt (einen Termin vereinbart) haben, sollten Sie sich folgende Punkte ansehen.
Analyse der Unternehmens- und Abteilungsziele
Prüfen Sie, wie die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter zu den Zielen des Unternehmens oder seiner Abteilung beiträgt. Wie schneidet er bei der eigenen, individuellen Zielerreichung ab? Ist eine Gehaltsanpassung gerechtfertigt und wenn ja, in welchem Rahmen?
Argumente überlegen
Überlegen Sie sich, welche Forderungen kommen könnten, wie Sie darauf reagieren und welche Gegenargumente möglich sind. Sicher gibt es auch Argumente, die gegen eine Gehaltserhöhung sprechen, sei es die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, die allgemeine Geschäftsstruktur oder die Leistung und die (fehlende) Berufserfahrung.
Hat sie oder er zusätzliche Aufgaben übernommen, Erwartungen übererfüllt, zusätzliche Qualifikationen erworben oder entscheidend zum Unternehmenserfolg beigetragen, ist der Wunsch nach mehr Geld nachvollziehbar.
Den Markt kennen
Wichtig ist es ebenfalls, den Markt zu kennen. Wenn Sie wissen, welche Gehälter üblich sind und wie der Arbeitsmarkt aussieht, können Sie die Forderungen besser einordnen.
Es ist immer wichtig respektvoll zu bleiben und transparent und nachvollziehbar zu erklären, warum die gewünschte Anpassung (teilweise) möglich oder nicht möglich ist.
Den eigenen Spielraum definieren
Wenn die Forderungen Ihrer oder Ihres Angestellten valide sind, geht es darum, wie umfangreich die Gehaltsanpassung sein kann. Prüfen Sie aktuelle Gehaltsdaten im Unternehmen, Budgetsituation und Gehaltsbänder.
Generell geht es nicht darum, jeden Wunsch nach mehr Geld zu drücken oder abzuschmettern. Denn damit senden Sie auch ein Signal an alle anderen Angestellten. Wenn Sie zeigen, dass Leistung sich lohnt und Einsatz anerkannt wird, steigert das die Motivation des gesamten Teams. Auf der anderen Seite führt eine ständige Ablehnung zu Frustration und Demotivation. Damit riskieren Sie so, dass gute Fachkräfte das Unternehmen verlassen, und das kostet Sie langfristig mehr Geld.
Falls die Gehaltssteigerung begrenzt ist, bereiten Sie Zusatzleistungen oder Perspektiven vor.
Benefits – Alternativen zur Gehaltserhöhung
Eine Gehaltserhöhung ist immer die naheliegendste Option, die Leistung und das Engagement der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters zu honorieren. Allerdings ist sie nicht immer die wirtschaftlich sinnvollste. Denn sowohl für sie oder ihn als auch für das Unternehmen können sich Alternativen mehr lohnen.
Steuerfreie Sachbezüge und Benefits helfen, die Leistung der Mitarbeiter:innen zu entlohnen und sie ans Unternehmen zu binden, ohne zusätzliche Lohnnebenkosten zahlen zu müssen. Diese Benefits können zum Beispiel ein Zuschuss zum Öffi-Ticket, ein Kinderbetreuungszuschuss oder Essenszuschuss sein. Auch attraktive, steuerfreie Geschenkgutscheine können eine Option sein.
Die Mitarbeiter:innen haben durch diese Maßnahmen am Ende des Monats mehr Geld übrig, obwohl sich der Bruttolohn auf dem Lohnzettel nicht ändert. Und Unternehmen helfen diese Maßnahmen, die hohen Lohnnebenkosten zu senken.
Übrigens: Auch Weiterbildungsmöglichkeiten und vom Unternehmen finanzierte Zusatzqualifikationen können eine Möglichkeit sein.
5 Tipps um ein Gehaltsgespräch als Arbeitgeber:in richtig zu führen
Damit Sie das Gehaltsgespräch richtig führen, finden Sie hier die wichtigsten Tipps zur Gehaltsverhandlung.
Ist die Stimmung positiv und findet das Gespräch in einem angenehmen Rahmen statt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es gut verläuft.
Egal, ob im Rahmen des Jahresgesprächs oder als eigenständiger Termin: Nehmen Sie sich Zeit für das Gespräch. Jedem Angestellten ist wichtig, dass sie oder er auch gehört wird.
Zeigen Sie echtes Interesse an den Anliegen der Mitarbeiter:innen. Dazu zählt zuzuhören, nachzufragen und so die Beweggründe hinter den Forderungen zu erkennen.
Nicht nur Ihre Worte zählen, auch Ihr Auftreten. Achten Sie auf eine offene, freundliche Körpersprache, Blickkontakt und einen respektvollen Ton. Signalisieren Sie Wertschätzung aber treten Sie dennoch selbstbewusst auf.
Halten Sie die vereinbarten Punkte schriftlich fest. Dadurch schaffen Sie Transparenz und verhindern, dass es zu Missverständnissen oder gar Streitereien kommt.
Fazit
Gehaltsgespräche sind mehr als ein notwendiges Übel. Gut vorbereitet und richtig geführt helfen sie Mitarbeiter:innen zu motivieren, Leistungen zu honorieren und die Unternehmenskultur positiv zu prägen.
Entscheidend ist vor allem, transparent und respektvoll zu bleiben und den Mitarbeiter:innen das Gefühl zu geben, gehört worden zu sein. Wenn Sie sich entscheiden, das Gehalt anzupassen, wählen Sie die richtige Höhe. Wenn Sie das Gehalt nicht anpassen (können), argumentieren Sie respektvoll und nachvollziehbar warum oder schlagen Sie Alternativen – zum Beispiel in Form von Mitarbeiterbenefits – vor.