Best Lunch Restaurant
Der Edenred Best Lunch Award kürt Österreichs beliebteste Mittagsrestaurants anhand von tausenden Stimmen der Gäste in jedem Bundesland.
Employer Branding: Definition, Strategie & Maßnahmen für eine starke Arbeitgebermarke

Wo früher Unternehmen unter zahlreichen Bewerber:innen auswählen konnten, sind es heute die Talente, die sich ihre Arbeitgeber:innen gezielt aussuchen. Um als Unternehmen attraktiv zu bleiben und zu bestehen, muss man mehr bieten als nur ein attraktives Gehalt. Genau hier kommt Employer Branding ins Spiel – der strategische Aufbau einer starken Arbeitgebermarke. Denn vor allem das entscheidet darüber, ob Ihr Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter:innen anzieht – und langfristig hält.
Was ist Employer Branding?
Unter Employer Branding versteht man den Aufbau des Images eines Unternehmens als Arbeitgeber:in. Ziel des Employer Brandings ist es, das Unternehmen sowohl für aktuelle Mitarbeiter:innen als auch für potenzielle Bewerber:innen attraktiv zu machen. Das passiert im Rahmen einer umfassenden Strategie und ist ein kontinuierlicher Prozess.
Oft wird auch der deutsche Begriff „Arbeitgebermarke“ als Synonym für Employer Branding verwendet. Einen Unterschied gibt es aber zum Personalmarketing. Dabei geht es um kurzfristige Taktiken, wie Stellenanzeigen, Recruiting-Events oder Social-Media-Kampagnen, mit dem Ziel qualifizierte Mitarbeiter:innen anzuziehen.
Welche Vorteile hat ein starkes Employer Branding?
Employer Branding ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Denn es bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:
| Vorteil | Beschreibung |
|---|---|
| Attraktivität | Mehr qualifizierte Bewerbungen |
| Mitarbeiterbindung | Höhere Zufriedenheit & Loyalität |
| Image | Stärkung der Unternehmensmarke |
Employer Branding-Strategie entwickeln
Employer Branding ist in der heutigen Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung, da es Unternehmen ermöglicht, sich im Ringen um die besten Talente zu differenzieren. Um das zu erreichen, braucht es eine nachhaltige Employer Branding-Strategie.
Jedes Unternehmen hat Stärken, die es herausstellen muss. Diese können wirtschaftlicher Natur sein – etwa ein starkes Wachstum, was gleichbedeutend mit einer höheren Job-Sicherheit ist. Aber auch die Rahmenbedingungen wie hybrides Arbeiten oder nicht alltägliche Benefits wie einen Betriebskindergarten sollten Sie unbedingt herausstellen. Daraus ergibt sich die Employer Value Proposition (EVP). Alles, was Sie als Unternehmen ausmacht, kann und sollte Teil Ihrer Employer Value Proposition sein.
Ein starkes Employer Branding basiert auf klaren, gelebten Werten. Diese sollten Sie kennen, schärfen und vor allem auch leben. Es bringt wenig, sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen zu schreiben, weil es den Zeitgeist trifft, aber dann einen gewaltigen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Das wird sich sogar negativ auswirken. Ziel ist es, Werte zu identifizieren, die authentisch sind und im täglichen Miteinander tatsächlich gelebt werden.
Damit Employer Branding funktioniert, muss die Employer Value Proposition in die Welt getragen werden. Schauen Sie, wo Sie mit Ihrer Zielgruppe vernetzt sind und wie Sie diese erreichen. Bespielen Sie zukünftig diese Kanäle – Social Media, Website, Newsletter aber auch Events – mit Inhalten. Setzen Sie auch (saisonale) Schwerpunkte. Durch diese Employer Branding Kampagnen entsteht ein Bild Ihres Unternehmens in der Wahrnehmung der Zielgruppe.
Wenn Sie Ihre EVP geschärft und die Kommunikationskanäle definiert haben, beginnen Sie mit der redaktionellen Arbeit. Erstellen Sie den passenden Content und veröffentlichen Sie diesen regelmäßig. Dabei kann es sich um Videos, Blogbeiträge, Interviews, Bilder oder sogar Audio-Formate wie Podcasts handeln. Wichtig ist, dass die Inhalte zur Zielgruppe passen und authentisch sind.
Employer Branding-Maßnahmen
Eine starke Arbeitgebermarke zu etablieren und vor allem zu pflegen, braucht entsprechende Employer Branding-Maßnahmen. Dazu gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten.
- Karriereseite optimieren: Struktur, Inhalte, einfacher Bewerbungsprozess
- Mitarbeiter-Testimonials: Authentische Erfahrungsberichte als Text/Video
- Corporate Influencer: Mitarbeiter:innen als Markenbotschafter:innen
- Events & Karrieremessen: Direkter Kontakt schafft Vertrauen
- Kooperationen mit Bildungseinrichtungen: Praktika, Vorträge, Projekte
- Bewertungsplattformen managen: Aktiv auf Feedback reagieren
- Onboarding: Positiver Start prägt langfristige Bindung
- Benefits kommunizieren: Öffi-Ticket, Remote Work, Urlaubstage, Essensgutscheine
Benefits kommunizieren
Zentrale Elemente der eigenen Arbeitgebermarke sind die Benefits, die ein Unternehmen anbietet. Sie sind von großer Relevanz, da sie die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber:in direkt steigern und sich positiv auf die Mitarbeiterbindung, -zufriedenheit und die Talentgewinnung auswirken.
Ein Angebot an modernen und passenden Benefits hilft Ihnen, sich von anderen Unternehmen abzuheben und verschafft Ihnen einen Vorteil im War of Talents. Das sind zum einen relativ leicht umzusetzende Punkte wie das Öffi-Ticket oder die Möglichkeit von Remote Work. Diese Punkte werden von vielen Bewerber:innen als Grundvoraussetzung angesehen. Kommen Zusatzleistungen wie zusätzliche Urlaubstage oder Essensgutscheine hinzu, verschaffen Sie sich einen Booster für Ihr Employer Branding.
Employer Branding kommt von Innen
Employer Branding ist keine kurzfristige Aktion, es ist ein kontinuierlicher Prozess. Und dieser Prozess beginnt im Inneren des Unternehmens. Eine starke Arbeitgebermarke entsteht durch gelebte Werte, eine wertschätzende Unternehmenskultur und authentische Führung. Werteorientiertes Leaderhship spielt dabei eine Schlüsselrolle, Führungskräfte verkörpern die Werte und tragen sie nach außen.
Gleichzeitig sind transparente Kommunikation, offene Feedbackkultur und ein regelmäßiger Austausch wichtig. Zusammen mit offenen Türen sorgt das dafür, dass sich Mitarbeiter:innen sich gehört, gesehen und eingebunden fühlen.
Wie gut das funktioniert, lässt sich leicht ermitteln: Mitarbeiterbefragungen und Feedbackgespräche sind wichtige Indikatoren für Authentizität und die nachhaltige Wirkung Ihrer Bemühungen.
Kennzahlen & Erfolgsmessung im Employer Branding
Die Stärke der eigenen Arbeitgebermarke und der Erfolg von Employer Branding-Maßnahmen lässt sich über KPIs messen.
| KPI | Beschreibung | Richtwert |
|---|---|---|
| Fluktuationsrate | Indikator für Zufriedenheit & Bindung | < 15 % |
| Betriebszugehörigkeit | Maß für Loyalität – bei jungen Mitarbeiter:innen oft kürzer | Ø 5–6 Jahre (2–3 Jahre bei Gen Z) |
| Bewertungsplattformen | Wahrnehmung durch Bewerber:innen & Mitarbeiter:innen | - |
| Bewerbungsanzahl | Stärke der Arbeitgebermarke & Reichweite | - |
| Engagement-Rate auf Social Media | Interaktion & Identifikation mit der Arbeitgebermarke | 2–4 % je nach Plattform |


