Was ist eine Workation?

Der Begriff Workation setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „Work“ und „Vacation“ zusammen. Mitarbeiter:innen arbeiten dabei für einen begrenzten Zeitraum von einem anderen Aufenthaltsort aus – beispielsweise aus einer Ferienwohnung in Österreich oder während eines Aufenthalts im Ausland.

Gut zu wissen

Workation ist kein Urlaub: Mitarbeiter:innen arbeiten während ihres Aufenthalts regulär weiter. Anders als bei zusätzlichen Urlaubstagen handelt es sich also nicht um arbeitsfreie Zeit. Workation kann als besondere Form von Remote Work verstanden werden. Während beim klassischen Home Office meist von zu Hause gearbeitet wird, verlegen Mitarbeiter:innen ihren Arbeitsort bei einer Workation vorübergehend an einen anderen Ort. 

Vorteile einer Workation

Richtig umgesetzt kann eine Workation sowohl für Arbeitnehmer:innen als auch für Arbeitgeber:innen Vorteile bieten:

Für Arbeitnehmer:innen

  • mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes
  • Arbeit mit einem Ortswechsel verbinden
  • Freizeit am Aufenthaltsort nutzen
  • längere Aufenthalte ermöglichen, ohne für die gesamte Zeit Urlaub zu nehmen

Für Arbeitgeber:innen

  • attraktives flexibles Arbeitsangebot
  • individuelle Bedürfnisse im Team berücksichtigen
  • Arbeitgeberattraktivität stärken
  • Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung unterstützen
     

Workation kann damit bestehende Arbeitsmodelle ergänzen und Teil moderner New Work-Konzepte sein.

Workation als Benefit: So attraktiv ist das Angebot in Österreich

Eine repräsentative Umfrage zeigt: 42 % der Befragten finden Workation als Benefit ansprechend. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 51 %.

Hinweis: Die Studie definiert Workation in der Befragung als Angebot, „woanders als am Arbeits- oder Wohnort zu arbeiten“. Insgesamt bewerten 42 % dieses Angebot als ansprechend. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt die Zustimmung bei 51 %, bei den 50- bis 60-Jährigen bei 31 %.

Voraussetzungen und Herausforderungen

Damit Workation in der Praxis funktioniert, sollten Unternehmen mögliche Herausforderungen frühzeitig berücksichtigen und klare Rahmenbedingungen schaffen.

Nicht jede Position eignet sich für Workation. Die Aufgaben müssen sich zuverlässig außerhalb des Unternehmens erledigen lassen. Tätigkeiten, die eine dauerhafte Anwesenheit vor Ort erfordern, kommen daher meist nicht infrage.

Praxistipp: Definieren Sie vorab, welche Tätigkeiten oder Positionen grundsätzlich für Workation geeignet sind. So lassen sich Anfragen nach einheitlichen Kriterien beurteilen.

Unternehmen sollten festlegen, welche Arbeitsorte oder Länder möglich sind, welcher Zeitraum genehmigt werden kann und wie die Freigabe erfolgt. Auch mögliche Kosten und Zuständigkeiten sollten vorab geklärt werden.

Praxistipp: Halten Sie die wichtigsten Vorgaben in einer internen Workation-Richtlinie oder Checkliste fest. So wissen Mitarbeiter:innen und Führungskräfte, welche Voraussetzungen für eine Genehmigung gelten.

Bei einer Workation gelten die vereinbarten Arbeitszeiten weiterhin. Besonders bei Aufenthalten in anderen Zeitzonen sollte geklärt werden, wann Mitarbeiter:innen erreichbar sein müssen und welche gemeinsamen Zeitfenster für Meetings gelten.

Praxistipp: Legen Sie vorab fest, welche Zeitverschiebungen mit den Arbeitsabläufen und der Zusammenarbeit im Team vereinbar sind. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere gemeinsame Arbeitszeiten, Meetings und notwendige Erreichbarkeiten.

Eine stabile Internetverbindung und geeignete Arbeitsbedingungen sind wichtige Voraussetzungen. Gleichzeitig müssen Datenschutz und IT-Sicherheit auch am Workation-Ort gewährleistet sein.

Praxistipp: Klären Sie vor der Abreise, welche technischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Sicherheitsvorgaben beispielsweise für WLAN, VPN und den Zugriff auf Unternehmensdaten gelten.

Workation in Österreich: Was gilt rechtlich?

Ein eigenes gesetzliches Arbeitsmodell namens „Workation“ gibt es in Österreich nicht. Ob eine Workation unter die Regelungen zur Telearbeit fällt, hängt von ihrer konkreten Ausgestaltung ab. Seit 1. Jänner 2025 umfasst Telearbeit in Österreich grundsätzlich auch regelmäßiges Arbeiten an anderen Orten außerhalb des Unternehmens. Nur fallweises Arbeiten außerhalb der Betriebsstätte fällt hingegen nicht unter die speziellen Regelungen zur Telearbeit.

Was ist bei einer Workation im Ausland zu beachten?

Bei einer Workation außerhalb Österreichs können je nach Zielland, Dauer und konkreter Ausgestaltung unterschiedliche rechtliche Vorgaben relevant sein. Dazu zählen insbesondere Sozialversicherung, Steuerrecht sowie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen.

Wie lange darf eine Workation dauern?

Eine allgemeingültige maximale Dauer für Workation gibt es nicht. Welche Vorgaben zu beachten sind, hängt unter anderem vom Zielland, der Aufenthaltsdauer und der konkreten Ausgestaltung ab. Bei Workations im Ausland empfiehlt es sich deshalb, den konkreten Fall vorab fachlich prüfen zu lassen.

Flexibler Arbeitsalltag, passende Benefits

Workation zeigt, wie unterschiedlich Mitarbeiter:innen ihren Arbeitsalltag heute gestalten können. Passende Benefits können diesen Gestaltungsspielraum ergänzen und Mitarbeiter:innen unabhängig vom Arbeitsmodell einen konkreten Mehrwert bieten. Mit Edenred Restaurant können Arbeitgeber:innen beispielsweise einen steuerfreien Essenszuschuss von bis zu ca. 1.760 € pro Jahr ermöglichen. Edenred Geschenk bietet zusätzlich bis zu ca. 186 € pro Jahr steuerfrei für besondere Anlässe.

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