Was ist hybrides Arbeiten?
Statt jeden Tag ins Büro zu kommen oder komplett von zuhause zu arbeiten (Homeoffice), werden beim hybriden Arbeiten beide Modelle kombiniert. Beispielsweise eine Hälfte des Tages oder der Woche wird im Büro gearbeitet, die andere Hälfte von Zuhause oder einem anderen Ort.
Hybrides Arbeiten verbindet das Beste aus beiden Welten: Die Freiheit und den Komfort, einen Teil der Arbeit zuhause zu verbringen, und die Vorteile der Anwesenheit im Büro wie den persönlichen Austausch mit Kolleg:innen.
Wie Sie Ihr persönliches Modell gestalten, kommt letztendlich ganz auf Ihre Unternehmenskultur und die Ziele an, die Sie durch hybrides Arbeiten erreichen wollen.

Vorteile hybrider Arbeitsmodelle für Unternehmen
Hybrides Arbeiten verspricht Angestellten eine erhöhte Flexibilität, mehr Zeit und Komfort. Allerdings gibt es auch für Unternehmen Vorteile.
Mitarbeiter:innen können ihre Arbeitszeit flexibler gestalten und Bürozeiten besser mit privaten Verpflichtungen vereinbaren. Das erhöht die Zufriedenheit und motiviert. Und Zufriedenheit und Motivation steigern die Produktivität.
Unternehmen, die flexible Arbeitsmodelle anbieten, heben sich im Wettbewerb um Talente ab. Insbesondere junge Bewerber:innen schätzen Flexibilität und Komfort und legen großen Wert auf Work-Life-Balance.
Durch hybride Arbeitsmodelle lassen sich die Fixkosten Ihres Unternehmens senken. Da Mitarbeiter:innen nicht immer gleichzeitig vor Ort sind, lassen sich Büroflächen verkleinern. Gleichzeitig sinken Kosten für Strom, Wasser oder Reinigung.
Die ortsübergreifende Zusammenarbeit verstärkt die Relevanz digitaler Tools und Plattformen. Aus dieser Notwendigkeit heraus entsteht nicht nur mehr digitale Kompetenz, sondern auch ein Raum für Innovation durch Experimente mit neuen Arbeitsweisen und Technologien. Das Unternehmen wird agiler und zukunftsfähiger.
Auch wenn es aktuell schwer vorstellbar ist: Eine neue Pandemie oder ähnliche Situation lässt sie nicht ausschließen. Unternehmen, die hybride Strukturen etabliert haben, sind flexibler bei plötzlichen Veränderungen. Prozesse laufen ohne Produktivitätseinbußen weiter.

Hybrides Arbeiten ist kein Nice-to-Have
Hybrides Arbeiten wird von den meisten Bewerber:innen inzwischen als Grundvoraussetzung angesehen. Wer also im Ringen um die besten Talente die eigenen Chancen nicht schmälern will, hat keine andere Wahl, als das Arbeitsmodell anzubieten.
Tatsächlich schätzen Mitarbeiter:innen den Komfort, der damit einhergeht – etwa länger schlafen zu können, da der Weg zum Arbeitsplatz entfällt oder die Möglichkeit in der Mittagspause beispielsweise Wäsche zu waschen oder zu saugen.
Karriere und Gehalt scheinen nicht mehr den Stellenwert einzunehmen wie früher. Stattdessen scheint sich der Fokus eher auf Zeit und die eigene Gesundheit zu verschieben, wodurch die Bedeutung von hybridem Arbeiten größer wird. Dieses Modell verspricht eine optimierte Work-Life-Balance.
Herausforderungen kennen und lösen
Hybride Arbeitsmodelle gehen mit einer Vielzahl von Vorteilen einher. Dennoch bestehen auch gewisse Risikofaktoren bzw. mögliche Nachteile.
Unterschiedliche Büroanwesenheiten machen gerade bei begrenzter Kapazität eine enge Koordination notwendig.
Gerade der persönliche Austausch von Angesicht zu Angesicht kann durch hybrides Arbeiten schnell verloren gehen. Werte, Zusammenhalt und Teamgeist müssen aktiv gepflegt werden. Regelmäßige virtuelle oder hybride Teamevents können hier entgegenwirken.
Arbeitszeiten, Datenschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz müssen auch im Homeoffice eingehalten werden. Vor allem bei Standorten in unterschiedlichen Ländern kann das zu zusätzlichen Herausforderungen führen.
Für eventuelle Umbauten und Umstrukturierungen sowie die Einführung neuer Tools können Investitionen notwendig werden.
Ob die tatsächlich geleistete Arbeitszeit außerhalb des Büros der im Büro entspricht, lässt sich nur schwer kontrollieren. Das erfordert ein hohes Maß an Vertrauen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter:innen.
Wie Unternehmen die Stolpersteine hybrider Arbeit überwinden
Wer die Herausforderungen kennt, kann diese lösen. Vor allem mit Standards für Meetings, Protokolle und Status-Updates kann die Kommunikation aufrechterhalten werden. Regelmäßige Meetings sorgen für den nötigen Austausch, dennoch sollten auch in regelmäßigen Abständen persönliche Treffen und Teambuilding-Maßnahmen eingeplant werden. Auch virtuelle Kaffeepausen können helfen.
Hinsichtlich der Compliance ist es wichtig, Verträge und Policies an hybride Arbeitsmodelle anzupassen. Arbeitszeiten, Datenschutz und Sicherheitsvorgaben sind klar zu regeln und transparent zu kommunizieren.
Definieren Sie klare KPIs und Meilensteine, um die Leistung der einzelnen Mitarbeiter:innen besser messbar zu machen. Regelmäßiges Feedback fördert das Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein, sobald Mitarbeiter:innen sich zu sehr kontrolliert fühlen, sinken aber Motivation und Zufriedenheit spürbar.
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Die zur Verfügung gestellten Informationen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Bitte wenden Sie sich hierfür an die entsprechenden Expert:innen.

